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Die Spreequellsage

Wie die blauen Steine selbst soll auch das Wasser der Blauen Steine den Menschen Glück bringen.
Dem am Spreequell rastenden und aufmerksamen lauschenden Wanderer weiß der leis plätschernde, geschwätzige Quell eine seltsame Mär aus ferner Vergangenheit zu berichten. Einst schlummerte der eifrige Waldhüter und Jäger, der Zwerg Gerbod, unter dem Blätterdach der Buchen am Hang des Bergriesen Kottmar. Neben ihm steckte sein Wurfspieß im Boden. Geweckt von der Morgensonne richtete Gerbod seinen Blick in die Baumkronen. Und siehe, unzählige Elfen tummelten sich da im Blattwerk. Er beobachtete, wie einige der Elfenkinder in kristallenen Schalen einen glitzernden Inhalt umher trugen, wobei diese niedlichen Gestalten summten und sangen. Allmählich immer fröhlicher und lauter werdend, stimmte der Chor ein sonderbares Liedlein an:
"Wir Elfen hüten mit den Zwergen die Wassertröpfchen in den Bergen. Der Tau, der an den Blüten hängt, der Regen, den der Himmel schenkt, vereinen sich an dieser Stelle zur silberhellen kühlen Quelle.
Juchei, Juche "! Ihr Tröpflein werdet Spree !"


Von seinem Lager aufspringend wiederholte der zwergenhafte Waldgeist jenen letzten Satz und kicherte dazu. Die Elfen erschraken gar sehr, verstummten und waren plötzlich allesamt spurlos verschwunden. Gerbod wartet noch lange auf die Wiederkehr der lieblichen Elfenkinder. Doch vergeblich. Sie kamen nicht zurück. Wütend schleuderte er da seinen Wurfspieß hangabwärts in südwestliche Richtung, dahin, wo er die reizenden kleinen Wesen entwischt glaubte. Jedoch hatte der Zwerg mit diesem leichtsinnigen Wurf den Zorn des Bergherren herausgefordert. Der kleine Waldgeist wurde bestraft. An der Stelle, wo sich die Spitze seines Spießes tief in die Erde bohrte, sprang hellauf ein Quell empor. Als Gerbod nun seinem Speer nacheilen wollte, waren ihm plötzlich die Füße fest in den Boden geheftet und er versteinerte zu einem schwarz grauen Felsblock unmittelbar neben der Spreequelle.‎
Foto: Ralph Bernhardt
Foto: Susann Fritsche
Foto: Susann Fritsche
 
 
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